Bernd Thewes ist Finalist für die Stadt Trier
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OPENING 26
Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst
Freitag | 6. – Sonntag | 8. Februar 2026 | Trier
JA, DIE STERNE - Bernd Thewes
Freitag | 6. Februar| 21:00 | TUFA Großer Saal
JA, DIE STERNE – Bernd Thewes
Achim Seyler / Schlagzeug
Janboris Ann-Kathrin Rätz / Sprecher*in
Sarah Beth Overcash / Violine
Der in Mainz lebende Komponist Bernd Thewes hat mit JA, DIE STERNE ein Werk für Schlaginstrumente, Violine und Sprecher*in geschaffen, das die berührende Erzählung DER KLEINE PRINZ Saint-Exupérys in feinsinnige Klang-und Wortgebilde verwandelt.
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Horst-Eckel-Haus
Kusel - 08. Februar 2026, 17:00 Uhr
EIns PluS zwEI Ja, die Sterne . . .
Musik von Bernd Thewes zu Saint-Exupérys DER KLEINE PRINZ
Janboris Ann-Kathrin Rätz – Sprecher*in
Sarah Beth Overcash – Violine
Achim Seyler – Schlagzeug
Bernd Thewes – Klangprojektion
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JA DIE STERNE - Bernd Thewes
I. Das ist ein Hut
II. Intermezzo
III. „Zeichne mir ein Schaf ...“ IV. Das ist kein Ding
V. Intermezzo
VI. „Affenbrotbäume“ VII. „Sonnenuntergänge“
VIII. Die Blumen, die Dornen haben IX. Die eitle Blume
X. Die stolze Blume
XI. Der König
XII. Der Eitle
XIII. Der Säufer
XIV. Der Geschäftsmann XV. Der Laternenanzünder XVI. Der Geograph
XVII. Mit seinen Gedanken war er bei seiner Blume
XVIII. Niemals irrten sie sich in der Reihenfolge ihres Auftritts XIX. Ein mondfarbener Ring im Sande
XX. Sie sprach immer zuerst XXI. 5000 Rosen (II.) Intermezzo
XXII. Bitte zähme mich! XXIII. Die Wüste ist schön
XXIV. Ja, die Sterne, die bringen mich immer zum Lachen
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JA, DIE STERNE, DIE BRINGEN MICH IMMER ZUM LACHEN …
1995 wollte der saarländische Rezitator Hans Jürgen MerzigerSaint Exupérys DER KLEINE PRINZ mit Musikbegleitung zur Aufführung bringen und beauftragte mich mit der Komposition einer dementsprechenden Musik. Ich war damals im 8. Jahr Kurator des ILLINGER BURGFESTES FÜR NEUE MUSIK und zuerst etwas skeptisch, ob ich als „Neutöner“ der Richtige sei für die Begleitmusik eines solch populären und bislang eher romantisierend und etwas verkitscht vertonten Textes, der in der Avantgarde-Musik eher nicht wahrgenommen wurde. Genau das schien mir dann aber als Chance, meine Klangvorstellungen einem breiteren Publikum vorstellen zu können und ich komponierte die „Musik für einen Schlagzeuger zu Saint Exupérys DER KLEINE PRINZ“ in Form von 24 Miniaturen für Schlagzeug, die Dirk Rothbrust zusammen mit Hans Jürgen Merziger in der Saarbrücker Musikhochschule uraufführten. Dazu schrieb Sabine Graf in der Saarbrücker Zeitung: „… Ein Blumentopf kann sehr wohl wie eine Glocke klingen, und der Blick in die lachenden Sterne ist wie ein feines Klirren, das durch den Saal schwebt. Was liegt näher als ein Buch, das von im Wasserspiegel zitternden Sonnen, lachenden wie Schellen prasselnden Sternen und singenden Brunnenwinden erzählt, nicht nur vorzulesen, sondern die darin wohnenden Klänge auf allerlei handelsüblichen und unüblichen Instrumenten herauszulocken. …“.
Nachdem die „Musik für einen Schlagzeuger“ zusammen mit dem Text in einer kleinen Tournee aufgeführt worden war, hatte ich die Idee, eine rein musikalisch-konzertante Form der 24 Miniaturen zu erstellen, indem ich zum nahezu unveränderten Schlagzeugpart eine Violine hinzu komponierte. Das so entstandene Instrumental-Duo stellt die Violine in einen klangfarblich-rhythmischen Dialog mit den geschlagenen, geriebenen, gewischten, säuselnden, rasselnden und klirrenden Klängen des Schlagzeugs, die nach wie vor atmosphärisch mit dem Text resonieren und in einem finalen Zusammenspiel von Violine, Vibraphon und Sägeblättern kulminieren, das mich dazu veranlasste, die Musik mit einem Zitat aus dem Text zu betiteln: „Ja, die Sterne, die bringen mich immer zum Lachen“.
Diese Musik wurde dann vom Geiger Götz Hartmann und wiederum dem Schlagzeuger Dirk Rothbrust in der Stadtgalerie Saarbrücken uraufgeführt und beim Saarländischen Rundfunk produziert.

Die jetzige Aufführung beim opening 26 in Trier und 2 Tage später in Kusel mit Janboris Ann-Kathrin Rätz (Sprecher*in) – die ich als trans* Person, kombiniert mit ihrem sensiblem Sprachausdruck, ganz besonders für die Textinhalte des Kleinen Prinzen geeignet halte – sowie mit Achim Seyler (Schlagzeug) und Sarah Beth Overcash (Violine) bringt die Duo-Musik wieder mit dem Text zusammen, ist somit also halb Uraufführung und halb Wiederaufführung. Außerdem neu ist die Mikrophonierung und Klangprojektion im Raum, die ein intimeres Wahrnehmen der manchmal sehr leisen, detailliert musikalisierten Geräusche ermöglichen sollen.
Bernd Thewes, Mainz, 24.01.2026
Janboris Ann-Kathrin Rätz
Janboris Ann-Kathrin Rätz ist trans*/nichtbinär (Pronomen dey/dem/deren/ denen oder nur Vorname) und arbeitet frei als Moderator*in, Workshop-Leiter*in und Künstler*in. Bekannt u.a. aus dem Fernsehen: VOX First Dates (Dezember 2025), Hirschhausens Alkohol-Doku zur Primetime im Ersten (Januar 2025) oder aus dem SWR (2014-2024).
Auf der Bühne verbindet Janboris Präsenz, Empathie und eine klare Sprache, die ohne Umwege berührt. Ob in kleinen Räumen oder großen Sälen: Janboris schafft Momente, in denen Zuhören leichtfällt, Geschichten Raum bekommen und Worte zu leuchten beginnen.
Instagram: @janborisineinemwort
Sarah Beth Overcash
Die Geigerin Sarah Beth Overcash wurde in Memphis, Tennessee, geboren. Sie begann mit vier Jahren mit dem Geigenunterricht bei Ray Cheng, der auch ihre Geige baute. Sie hat vor kurzem ihren künstlerischen Master-Abschluss in Geige an der University of Southern California erworben, wo sie bei Glenn Dicterow studierte. Während ihrer Zeit an der USC war Sarah Beth Overcash Mitglied des Thornton Edge Ensembles. Während ihres Bachelor-Studiums am Oberlin Conservatory of Music, wo sie bei David Bowlin studierte, erhielt sie auch den Louis and Annette Kaufman Music Achievement Award im Fach Geige. Dort war sie auch eine der Mitgründer*innen und Vorstandsmitglieder der Organisation ›Students for Gender Inclusivity in Music‹. 2019 hatte sie die Ehre, zum OSGIM Phlox Ensemble-Projekt eingeladen zu werden, das Werke von trans, weiblichen und nichtbinären Komponist*innen spielte. Im Herbst 2020 machte sie zahlreiche Aufnahmen als Mitglied des Ensembles für Zeitgenössische Musik des Oberlin Conservatory.
Während ihres Studiums dort war sie auch Mitglied der Sacred Heart Konzertreihe, die ihr Kollege Johnum Palado gegründet hatte. Sarah Beth Overcash ist bei etlichen Musikfestivals aufgetreten, darunter das Prizm Chamber Music Festival, das Green Mountain Chamber Music Festival, das Colorado College Music Festival, das Spoleto Music Festival in Charleston, South Carolina, ferner an der Music Academy of the West und als Mitglied der Lucerne Festival Academy. Sie spielte jüngst bei Projekten des Santa Barbara Symphony, des Ensemble Modern und Ensemble Reflektor mit. In ihrer Freizeit improvisiert Sarah Beth Overcash gern mit Freund*innen, reist und kocht.
Achim Seyler
Achim Seyler, geboren 1968 in Kusel, kam erst über Umwege zum Schlagzeug. Nach Gitarren-, Posaunen- und Klavierunterricht studierte er schließlich Schlagzeug bei Christoph Caskel an der Musikhochschule Köln sowie bei Carlos Tarcha an der Universidade de São Paulo, Brasilien. Seinen Abschluss machte er in Köln mit der Künstlerischen Reifeprüfung. Noch im Studium war er als ständige Aushilfe beim Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz tätig.
Er ist seit 1992 Mitglied des Schlagquartett Köln und widmet sich seitdem überwiegend der zeitgenössischen Musik. Sowohl mit dem Schlagquartett, als auch mit etlichen weiteren Ensembles der Neuen Musik (Ensemble Musikfabrik, Ensemble Köln, Kammerensemble Neue Musik Berlin, Ensemble Resonanz u.a.) trat er bei vielen Festivals zeitgenössischer Musik (Wittener Tage für Neue Kammermusik, Ultraschall und MaerzMusik Berlin, ECLAT Stuttgart, Münchner Biennale, Warschauer Herbst, Wien Modern etc.) auf. Zahlreiche Uraufführungen, CD- und Rundfunk- sowie Film- (Dokumentarfilm ‚Journeys in Sound‘ über John Cage) und Fernsehaufnahmen (Musica Viva) dokumentieren dieses Schaffen.
Mit dem Schlagquartett kam es auch immer wieder zu szenischer Arbeit in Musiktheaterprojekten mit Schauspielhaus und Oper Düsseldorf, Oper Bonn, Stadttheater Bielefeld, Theater Basel und Schauspiel Köln. Als Konzert-Solisten gastierte das Quartett auch in Uraufführungen mit den Rundfunksinfonieorchestern des WDR und BR sowie dem Orchester der Beethovenhalle Bonn.
Die Teilnahme am Pollini-Projekt 2007-09 führte zu Konzerten nach Wien, Paris, London, Venedig, Rom und Tokio, Workshops und Konzerte über das Goethe-Institut nach Santiago de Chile, Buenos Aires, Bratislava und Taschkent/Usbekistan.
Achim Seyler ist Mitbegründer des Percussion Orchestra Cologne, einer Erweiterung des Schlagquartett Köln für große Schlagzeugbesetzungen, wie derzeit Streik für zehn Drumsets von Enno Poppe oder Fabio Nieders Erdenmarsch.
Seit einigen Jahren widmet er sich auch verstärkt der Organisation von Projekten mit zeitgenössischer Musik in ländlichen Regionen sowie der Vernetzung von Künstlern dieser Szene in Rheinland-Pfalz.
Bernd Thewes
Bernd Thewes wurde 1957 im Saarland geboren. In der Kindheit verlief seine musikalische Entwicklung im Bereich dörflicher Blas- und Tanzmusik, wogegen er sich als Jugendlicher der Rockmusik der späten 60er und frühen 70er zuwandte, insbesondere HardRock und ProgRock.
Mit 14 Jahren begann er zusätzlich eine Ausbildung in Klassischer Musik am Klavier, die zu einem Musikstudium in Saarbrücken führte. In diese Zeit fällt dann auch eine intensive Beschäftigung mit der Komposition, anfänglich im Multi-Media-Bereich, sehr bald aber auch für orchestrale Besetzungen, was durch zunehmende Kontakte zum Saarländischen Rundfunk begünstigt wurde.
In seinem Heimatort Illingen leitete er den „Neuen Musikverein Illingen“, dessen Repertoire größtenteils aus eigenen Arrangements und Kompositionen bestand. Dort organisierte er auch das 10 Jahre währende „Illinger Burgfest für Neue Musik“ und spielte als Keyboarder in der avancierten Jazz-Rock-Band „Dreiklang“.
Seit 1980 lebt er in Rheinland-Pfalz, wo er parallel zu den saarländischen Aktivitäten in zahlreichen Kunstaktionen mit seiner Musik beteiligt war. In Mainz studierte er Musikwissenschaften mit Magisterabschluss. 1997 bekam er ein Stipendium für einen halbjährigen Aufenthalt in Paris in der „Cité des Arts“.
2003 startete mit einem ersten Kompositionsauftrag für einen Stummfilm die bis heute andauernde Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender ARTE in diesem Bereich, wobei er zu einigen Klassikern des Genres wie „Berlin, die Sinfonie der Großstadt“ entweder verschollene Orchesterpartituren aus dem Klavierauszug rekonstruierte oder neu komponierte, wie zuletzt die Orchestermusik zum Stummfilm „Mister Radio“, die Das Rundfunk-Sinfonieorchester des MDR 2021 aufführte und einspielte. An seinem Wohnort Mainz ist er Chorleiter zweier innovativer Chöre, dem Frauen- und dem Männer-chor der Mainzer Neustadt, deren in demokratischen Prozessen gewähltes genre-übergreifendes Lied-Repertoire von ihm zu A-Cappella-Chorsätzen arrangiert wird.
HörBar: Loudspeakers‘ Corner von und mit Bernd Thewes
Bernd Thewes – Akusmatische Kompositionen (Stücke für Lautsprecher)
KuBa_KULTURZENTRUM AM EUROBAHNHOF
Europaallee 25, 66113 Saarbrücken
KuBa-Kantine
Donnerstag, 12. Juni 2025
19:30 – 21:00
PROGRAMM
- PING [4'52'']
- KLEINE PINGPARK WOLKE [1'55'']
- UNTER KEINEM [16'24''] EIN HÖRSTÜCK für Sprecher und Klangprojektion, Text: Andreas H.Drescher, Musik: Bernd Thewes
(01) Das Gegenteil eines Kokons [1'50'']
(02) Als Rasselraster [1'35'']
(03) Die Zärtlichkeit der Stachelschweine [1'57'']
(04) RÄDERSTAUB [52'']
(05) Auf dem Frühstückstisch [2'16'']
(06) Hinter den Ohren (LEISES EISEN 1) [1'49'']
(07) Quer durchs Jod (HORMONFLÖTEN 1) [2'16'']
(08) Nissen im Park (HORMONFLÖTEN 2) [1'01'']
(09) HORMONHOLZ (Leises Eisen 2) [2'48'']
- LES ADIEUX [6'31''] Die musikalisch erzählte Geschichte von Ankunft und Abreise eines außerirdischen Wesens in 7 Kapiteln / Ankunft / Kleine Kugel / Hüpfer / Lauf / Kampf / Kugelwolke / Abreise /
<Auszüge daraus>
(01) ANKUNFT [2:38]
(04) LAUF [3:52]
- BRÜCHIGE ANAMNESE AM ROHR [4‘51]
- H-ich AllExpress [5'40'']
- CHEESY FINGERS [3'52'']
- REMZAP [2'54'']
Das Konzert am 12.06.2025 im KuBa auf Einladung von Stefan Scheib ist für mich die erste Gelegenheit, explizit einige meiner akusmatischen Kompositionen zu zeigen, also „Hörstücke“, die mittels Lautsprecherwiedergabe dargeboten werden. Obwohl ich schon früher gelegentlich reine Medien-Projekte realisierte, sind meine hier gezeigten Stücke an die Arbeit mit dem Computer gekoppelt, speziell den Sequencer mit der Möglichkeit des Audio- und Midi-Editing. Recording, Improvisation und Komposition (mit oder ohne feste Notation) erlauben es mir – wie ein Maler – meine Ideen direkt auf eine quasi akustische Leinwand zu übertragen, ohne zwischengeschaltete Interpretation.
DISSOLVED BELLS
am 21. August 2022
Frauenlobplatz Mainz
2 Performances am 21.08.2022, Frauenlobplatz, Mainz,
14:00 – 16:00
18:00 – 20:00